Jede Unterbesetzung kann zu Produktionsstillstand und Umsatzverlust führen. Daher wird der Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften zu einem der entscheidenden Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem heimischen Arbeitsmarkt lässt sich jedoch nicht immer der passende Kandidat finden. Vor diesem Hintergrund erkennen immer mehr Unternehmen das Potenzial der Zusammenarbeit mit Fachkräften aus dem Ausland. Welche Kosten sind mit der Beschäftigung qualifizierter Arbeitskräfte aus Osteuropa verbunden? Wie hoch ist der Mindeststundenlohn? Wir geben Antworten.
Fachkräftemangel bremst das Unternehmenswachstum
Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit waren im vierten Quartal 2024 insgesamt 1,4 Millionen Stellen in Deutschland unbesetzt. , während die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt auf Zahl 2,7 Millionen anstieg.
Experten führen dies auf ein Missverhältnis zwischen Qualifikationen und Bedarf zurück – der Arbeitsmarkt benötigt Fachkräfte, nicht aber Bewerber ohne Erfahrung. Besonders spüren die Branchen Industrie, Logistik und Produktion den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Unbesetzte Stellen verursachen jedoch nicht nur eine Lücke im Personalbestand, sondern auch konkrete Kosten durch:
- Produktions- und Logistikstillstände
- Notwendigkeit von Überstunden für verbleibende Mitarbeiter
- Verzögerungen bei der Auftragsbearbeitung
- Produktivität und Leistungen unter den Erwartungen der Kunden
Vor diesem Hintergrund erweist sich die Gewinnung von Arbeitskräften aus Osteuropa als effiziente und wirtschaftlich sinnvolle Lösung. Entscheidend sind die Qualifikationen und die Bereitschaft ausländischer Fachkräfte zum sofortigen Arbeitsbeginn.
Höhe des Mindestlohns
Der Fachkräftemangel rückt die Beschäftigung von qualifizierten Arbeitskräften aus Osteuropa für viele Unternehmen in den Fokus strategischer Überlegungen. Um das Personalbudget steuern zu können, lohnt es sich, die Rahmenbedingungen und Gesamtkosten für einen ausländischen Mitarbeiter zu kennen.
Die Vergütung von Arbeitnehmern aus Osteuropa muss den Vorgaben des Mindestlohngesetzes (MiLoG) entsprechen. Nach §1 MiLoG gilt ab dem 1. Januar 2026 ein Bruttostundenlohn von 13,60 EUR. Bei einer regulären Vollzeitbeschäftigung (ca. 168 Stunden pro Monat) entspricht dies einem Mindest-Monatsgehalt von etwa 2.284,80 EUR brutto.
Es ist wichtig zu bedenken, dass in vielen Branchen zusätzliche Regelungen aus Tarifverträgen gelten. Dies betrifft unter anderem die Bereiche Logistik, Produktion, Pflege, soziale Dienstleistungen oder Lebensmittelverarbeitung.
In diesen Fällen kann der Mindeststundenlohn für Arbeitnehmer zwischen 13 und 15 EUR liegen, was zu einem Mindest-Bruttomonatsgehalt von 2.200 bis 2.500 EUR oder mehr führt.
Sozialversicherungsbeiträge
In Deutschland ist der Arbeitgeber nicht nur verpflichtet, den Mindeststundenlohn zu zahlen, sondern auch den Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung:
- Rentenversicherung – 9,3 %
- Krankenversicherung – 7,3 % plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (ca. 1,25 %)
- Arbeitslosenversicherung – 1,3 %
- Pflegeversicherung – 1,7 %
- Unfallversicherung – branchenabhängig, durchschnittlich 1–2 %
Für einen Mitarbeiter aus Osteuropa mit einem Bruttogehalt von 2.400 EUR pro Monat belaufen sich die Gesamtkosten für den Arbeitgeber auf etwa 2.900–3.000 EUR pro Monat.
Organisationskosten, Onboarding und sprachliche Unterstützung der Mitarbeiter
Bei der Einstellung von Mitarbeitenden aus Osteuropa sollten folgende Aspekte zudem berücksichtigt werden:
- Zeitaufwand für Einarbeitung und arbeitsplatzbezogene Schulungen
- Zusätzliche Kosten für Dokumentation, Übersetzungen und Anmeldung bei Behörden
- Eventuelle Unterstützung bei der Unterkunftssuche
Hier spielt die vermittelnde Agentur eine entscheidende Rolle. MONDI übernimmt die volle Verantwortung für die Legalisierung der Beschäftigung, das Onboarding und die Unterstützung der Mitarbeitenden bei der Integration.
Was bietet eine Zeitarbeitsagentur?
Die Beschäftigung von Mitarbeitenden aus Osteuropa über MONDI bedeutet für den Arbeitgeber:
- kein Risiko einer illegalen Beschäftigung
- vollständige Einhaltung des deutschen Steuer- und Sozialversicherungssystems
- ein transparenter Abrechnungsmodus: Die Gesamtkosten sind bereits vor Beginn der Zusammenarbeit bekannt
Darüber hinaus unterstützt MONDI den Mitarbeitenden bei der Suche nach Unterkünften. Wichtig: Die Kosten für die Unterkunft trägt der Mitarbeitende selbst.
Vergleich: Kosten einer unbesetzten Stelle
Es lohnt sich, das Thema auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Welche Kosten entstehen durch eine unbesetzte Position? Zum Beispiel:
- Ein Produktionsunternehmen verliert täglich etwa 300–500 EUR pro unbesetzter Schicht,
- Überstunden für die verbleibenden Mitarbeiter:innen können die Kosten um weitere 20–30 % erhöhen,
- Das Risiko, einen Kundenauftrag aufgrund von Lieferverzögerungen zu verlieren ist nicht bezifferbar.
In diesem Kontext kann die rasche Besetzung von Stellen mit Fachkräften aus Osteuropa Verluste verringern und die Servicequalität sowie die Unternehmensentwicklung spürbar verbessern.
Die Gewinnung von Mitarbeitenden aus Osteuropa ist ein Prozess, der zusätzliche Organisation und formale Aufgaben erfordert. Mit der Unterstützung einer erfahrenen Agentur wie MONDI wird der gesamte Prozess planbar, transparent und rechtlich sowie kostenmäßig sicher gestaltet.
Kontaktieren Sie uns – und erfahren Sie, wie wir gemeinsam auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren können.
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